La Palma – die grüne Insel der Kanaren

 
 

La Palma ist mit ihren rund 708 Quadratkilometern und etwa 86.000 Einwohnern die fünftgrößte Insel der Kanaren und liegt im Nordwesten der Inselgruppe. La Palma ist auch die Einzige, auf der das ganze Jahr über fließende Gewässer anzutreffen sind. Sie gilt als grünste Insel der Kanaren und wird auch häufig Isla Bonita (schöne Insel) genannt.

Los Llanos La PalmaPuerto de Tazacorte La PalmaSanta Cruz - die Hauptstadt von La PalmaTazacorte La PalmaLa Palma de gruene Insel der Kanaren

Neben dem üppigen Grün ist das Farbenspiel der Landschaft vom schwarzen Basalt, dem roten Tuffstein und dem blauen Atlantik geprägt. Die größte Stadt auf La Palma, Los Llanos de Aridane liegt im Westen und ist mittlerweile als Wohnsitz vieler deutscher Auswanderer bekannt. Die Hauptstadt von La Palma  ist allerdings Santa Cruz de la Palma im Süden. Dort befinden sich auch der Flughafen und der wichtige Handelshafen.

Die Insel La Palma ist etwa 42 Kilometer lang und nur 28 Kilometer breit. Erstaunlicher sind ihre Unterwasserdaten.  Sie beginnt in einer Tiefe von cirka 4.000 Metern auf dem Meeresgrund und ragt dann cirka 6.500 Meter hinauf. Aufgrund der geringen Grundfläche zählt sie zu den steilsten Inseln der Welt. Übrigens ist La Palma im Vergleich zu ihren älteren Schwestern eine der jüngsten Inseln des Archipels, denn sie entstand erst vor rund zwei Millionen Jahren.

Im Norden von La Palma findet man einen riesigen Krater, der durch den Einsturz eines ehemaligen Vulkan entstanden sein soll. Wissenschaftler vermuten, dass dieser Berg ungefähr 3.500 Meter hoch gewesen sein könnte. Heute ist die Caldera der größte Senkkrater der Welt und der höchste Gipfel der dort noch zu finden ist, ist der Roque de los Muchachos, der sich 2.426 Meter hoch über dem Meeresspiegel erhebt. Dort befindet sich auch das Sternenobservatorium der Insel La Palma, das seit der Einweihung des Spiegelteleskops GTC im Juli 2009 zu den Größten weltweit zählt. Wissenschaftler nutzen es als Informations- und Forschungsquelle. Seit 1954 ist das gesamte Gebiet als Nationalpark Caldera de Taburiente deklariert.

Von Norden nach Süden wird die Insel La Palma von der Cunbre Nueva und der Cumbre Vieja unterteilt.  Diese natürliche Grenze teilt die Insel auch in ein feucht-warmes Klima im Norden und Osten und ein trockenes regenarmes Gebiet im Süden und Osten der Insel La Palma.

La Palma ist noch immer vulkanische aktiv. So entstand bei der jüngsten Eruption 1971 bei Fuenvaliente der Vulkan Teneguía, der auch heute noch brodelt und im Süden ist die Cumbre Vieja auf dem Meeresboden aktiv. Horrorszenarien beschrieben in der Vergangenheit eine mögliche Naturkatastrophe, wenn bei einem erneuten Ausbruch die Cumbre Vieja ins Meer stürzen könnte. Das würde eine gigantische, bis zu 800 Stundenkilometer schnelle Flutwelle in Richtung Amerika auslösen, die sich dort vor der Küste etwa 150 Meter hoch auftürmen würde. Seriöse Wissenschaftler halten diese Theorie allerdings für unwahrscheinlich und beschreiben sie eher als menschliche Sensationslust. Von diesen feurigen Aktivitäten merkt man auf der beschaulichen Insel allerdings wenig.

Obwohl die ersten Touristen bereits  Ende des 19. Jahrhundert vor allem aus Großbritannien auf die Insel La Palma kamen, ist bis heute nicht der Tourismus, sondern die Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle der Insel La Palma. Die Insel empfängt heute rund 140.000 Touristen im Jahr, von denen etwa 80 Prozent aus Deutschland kommen. Bei insgesamt 7.500 Betten, die derzeit zur Verfügung stehen, ist klar, dass die Insel kein Urlaubszentrum in diesem Sinne ist. Vielmehr setzt man auf den ländlichen Charakter, der sich in kleinen Landhotels, Fincas oder kleinen Hotelanlagen zeigt.

La Palma gilt traditionell als Wanderinsel, die sich gut zu Fuß erobern lässt und dabei viele bezaubernde Ausblicke bietet. In der jüngeren Zeit haben sich auch Mountainbike-Angebote, Reitausflüge und am Strand Tauchkurse etabliert, die Abwechslung ins Urlaubsprogramm bringen. Lassen Sie sich beispielsweise betören vom Duft des Lorbeerwaldes Los Tilos der seit November 2002 auch Biosphärenreservat ist oder von der großen Vielfalt endemischer Pflanzen, die die üppige Natur hier bietet. Bereichert wird diese Schönheit noch ausgesuchte Schmetterlinge wie den großen Wanderbläuling oder der einzigartige endemische Samtfalter Hipparchia Tilosi.

Einst war die Insel La Palma für ihr Zuckerrohr und später für den Malvasier-Wein bekannt, der sogar in Gedichten von William Shakespeare Erwähnung gefunden haben soll. Heute werden vor allem Avocados, Bananen, Zitrusfrüchte, Kartoffeln und Gemüse angebaut. Gern gegessen, ist auch der inseltypische Ziegenkäse und der einmalige Palmenhonig von La Palma.

Die beliebtesten Strände der Insel La Palma finden sich in Puerto Naos und Los Cancajos. La Palma setzt nicht auf Massentourismus, sondern bietet Menschen, die Ruhe und Erholung, sportliche Aktivitäten und Kulturelles suchen ein interessantes Angebot. Hier wird sich eher der Individualist und Naturfreund wohl finden. Wer Party sucht, ist fehl am Platz.


 
  
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